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Donnerstag, 30. August 2018

Genossenschaftsmodelle in ärmeren Ländern

 „Auch in ärmeren Ländern sind Genossenschaftsmodelle ein probates Mittel, der Bevölkerung den Lebensstand zu verbessern“, erklärt Genossenschaftsberater und Genossenschaftsgründer Olaf Haubold. Insofern sei ein jüngstes Besuchsprogramm von 26 Bankfachleuten der NABARD aus Indien bei der genossenschaftlich orientierten PSD Bank Koblenz eG sehr zu begrüßen. Es ging im Wesentlichen darum, den Aufbau, die Kunden, die Produktpalette und die Steuerung dieser Genossenschaftsbank kennenzulernen. NABARD ist eine staatliche Entwicklungsbank in Indien im Bereich der Prüfung von Banken. Der Fokus der Aktivitäten liegt auf der Finanzierung von Landwirten und auf weiteren Entwicklungsleistungen für die Wirtschaft in ländlichen, oft sehr armen Gebieten. „Viele der Banken, die durch NABARD  geprüft werden, sind Genossenschaftsbanken. Insofern ist es gut, wenn sich diese Institution über die Arbeitsweise deutscher Genossenschaftsbanken informiert“, so Genossenschaftsexperte Olaf Haubold.

Mittwoch, 29. August 2018

Ökonomische Aspekte rücken bei nachhaltigen Anlagen in den Vordergrund

„Die Geldanlage nach Kriterien der Nachhaltigkeit erfährt einen Bedeutungswandel. Der Grund hierfür ist insbesondere deren ökonomische Stärke“, erklärt Genossenschaftsberater und Genossenschaftsgründer Olaf Haubold. Dies jedenfalls besagt die aktuelle Nachhaltigkeitsstudie von Union Investment. Es wurden mehr als 200 institutionelle Investoren befragt. Die Studie führte unter anderem zu einem bemerkenswerten Ergebnis: Die Mehrheit der Investoren verbindet nachhaltige Kapitalanlagen vor allem mit ökonomischen Aspekten. Ökologische und soziale spielten nach wie vor eine wichtige Rolle, wurden aber von den Anlegern deutlich weniger oft benannt. Hingegen sehen 75 Prozent der befragten Investoren nachhaltige Investments vor allem in einem wirtschaftlich bezogenen Kontext. „Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 64 Prozent. Eine deutliche Trendsteigerung also“, so Genossenschaftsexperte Olaf Haubold.

Donnerstag, 23. August 2018

Werden die Genossenschaften beim Wohnungsmangel vergessen?

Kommunale Grundstücke sollten vorrangig an genossenschaftliche Initiativen vergeben werden.   

In Deutschland fehlt günstiger Wohnraum. Das ist keine Neuigkeit. Kein Tag vergeht, ohne das nicht über das Wohnungsthema berichtet wird. So unlängst in der 45-minütigen Dokumentation „Teurer Wohnen“ des ZDF (Frontal 21) zur besten Sendezeit. „Alle reden von Miethaien, von dem Mangel an Sozialwohnungen und dem notwendigen Engagement des Staates“, sagt Genossenschaftsexperte und Vorstand der Cooperative Consulting eG, Olaf Haubold. Die Zahlen sprechen für sich: Waren es im Jahr 2002 noch rd. 2,6 Mio. Wohnungen mit Preisbindung, verringerte sich die Zahl bis zum Jahr 2016 auf nur noch rd. 1,3 Mio. Wohnungen. „Angeblich müssten jetzt jährlich 8 – 10 Mrd. Euro im Sozialwohnungsbau aufgewendet werden“, so Haubold.

„Auch in unserem Amtsbezirk befinden sich unter der armen, ausgesogenen Bevölkerung Giftpflanzen, Wucherer, welche sich ein Geschäft daraus machen, die Not
ihrer Mitmenschen in herzlosester Weise auszunützen. Wie das gierige Raubtier auf das gehetzte und abgemattete Wild, so stürzen sich die gewissenlosen und habgierigen Blutsauger auf die hilfsbedürftigen und ihnen gegenüber wehrlosen Landleute, deren Unerfahrenheit und Not ausbeutend, um sich allmählich in den Besitz ihres ganzen Vermögens zu setzen. Eine Familie nach der anderen wird zugrunde gerichtet,“ so lässt sich die Situation treffend beschreiben, meint der Genossenschaftsberater Olaf Haubold.

„Was sagen die Wohnungsgenossenschaften dazu? Was sagt deren Spitzenverband, der GdW, Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. in Berlin? “ meint der Vorstand der Cooperative Consulting eG. Danach soll der Wohnungsbau für „Investoren interessant gemacht werden“. Doch löst das das Problem? „Mitnichten“, ist sich Genossenschaftsexperte Olaf Haubold sicher. Kein Wort zu den Wohnungsgenossenschaften, deren Satzungszweck unisono lautet: „Zweck der Genossenschaft ist die Bereitstellung von sozial verträglichem Wohnraum für Ihre Mitglieder.“ Das tun zwar die meisten der 2.100 Wohnungsgenossenschaften und sind damit zu nahezu 100 % ausgelastet. Doch das reiche nicht. Gibt es neue Initiativen? Wenig, in den Ballungsräumen ist der Bauplatz teuer und wird von renditeträchtigen Eigentumsprojekten beansprucht.

Was sollte, was muss getan werden?
„Kommunale Grundstücke, auch Industriebrache sollten vorrangig an genossenschaftliche Initiativen vergeben werden. Hier hat der Staat nicht nach dem Höchstpreisgebot zu verfahren, sondern die soziale Aufgabe und das Gemeinwohl als Handlungsgrundlage zu wählen“, beschreibt Genossenschaftsgründer Olaf Haubold einen möglichen Ausweg. Die Bereitstellung von zinslosen Darlehen und Bürgschaften über die KfW für genossenschaftliche Wohnbauprojekte wären von Vorteil und ohne Probleme darstellbar. „Die Sicherheit für die Nutzer von genossenschaftlichen Eigentum nach dem Identitätsprinzip, nachdem das Mitglied zugleich Unternehmer und Kunde seiner Genossenschaft ist, bringt hier auch entscheidende Vorteile gegenüber dem Sozialwohnungsbau. Ist dort die Preisbindung ausgelaufen, unterliegen die Wohnungen der Spekulation und die Mieter der Willkür der neuen Eigentümer“, so Haubold abschließend.  

Dienstag, 21. August 2018

Ärztegenossenschaften gegen das Aussterben des „Landarztes“

„Nun könnten Genossenschaften auch in einem völlig neuen Segment Fuß fassen“, erklärt Genossenschaftsberater und Genossenschaftsgründer Olaf Haubold. Denn die erste Ärztegenossenschaft in Rheinland-Pfalz könnte schon bald offiziell an den Start gehen. Im September soll ein Ausschuss aus Vertretern von Ärzten und Krankenkassen darüber entscheiden, ob die Medicus Eifler Ärzte eG in Bitburg die Zulassung bekommt. Die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) sieht in Ärztegenossenschaften ein zukunftsweisendes Modell, um die Versorgung mit Ärzten auch auf dem Land sicherzustellen und einen drohenden Ärztemangel zu verhindern“, so Genossenschaftsexperte Olaf Haubold.

Donnerstag, 16. August 2018

Auch in Österreich dürfen sich Genossenschaften bald „aufspalten“

„Was in Deutschland längst erlaubt ist, ist bald auch in Österreich möglich“, erklärt Genossenschaftsberater und Genossenschaftsgründer Olaf Haubold. Danach haben Genossenschaften ab 2019 die Möglichkeit, ihr Vermögen oder Vermögensteile via Gesamtrechtsnachfolge auf andere Genossenschaften zu übertragen. Das Vorhaben ist jahrelang verfolgt, aber immer wieder aufgeschoben worden. Außerdem wird es möglich, Genossenschaftsvermögen auf eine bestehende Tochterfirma abzuspalten. Mit einem neuen „Genossenschaftsspaltungsgesetz“ werden Genossenschaften in dem Fall den Kapitalgesellschaften (AG, GesmbH) gleichgestellt. „Mit der Neuregelung sollen vor allem auch Fusionen von Genossenschaften erleichtert werden. Ein Verfechter eines solchen Gesetzes war vor allem Raiffeisen“, so Genossenschaftsexperte Olaf Haubold.