Donnerstag, 16. Mai 2019

Genossenschaften als Abbild des Engagments von Bürgerinnen und Bürgern

„Seit nunmehr zwanzig Jahren gründe ich Genossenschaften. In all dieser Zeit, so unterschiedlich die Gründungen waren, zeigten sie immer eines: Sie sind das Abbild des Engagements von Bürgerinnen und Bürgern“, meint Genossenschaftsberater und Genossenschaftsgründer Olaf Haubold. So haben sich seit 2005 bis heute alleine 855 neue Genossenschaften der Energiewende verschrieben. „Zunehmend kommen auch soziale und kulturelle Aktivitäten ins Spiel, beispielweise bei Bürgerläden oder landwirtschaftlichen Herausforderungen. Oder aber der Betreuung von Kindern und älteren Personen. Eine wichtige Rolle spielen dabei auch die Baugenossenschaften, die gerade nach dem zweiten Weltkrieg vielen den Einzug ins eigene Zuhause ermöglichten“, so Genossenschaftsexperte Olaf Haubold.

Dienstag, 14. Mai 2019

Schweizer Parlament will gemeinnützigen Wohnungsbau fördern

„Der Ständerat hat bereits im März 2019 mit grosser Mehrheit entschieden, den Fonds de Roulement für den gemeinnützigen Wohnungsbau um 250 Millionen Franken aufzustocken “, erklärt Genossenschaftsberater und Genossenschaftsgründer Olaf Haubold. Damit folgte die kleine Kammer dem Nationalrat, der im Dezember 2018 einem neuen Rahmenkredit deutlich zugestimmt hatte. Der Verband der gemeinnützigen Wohnungsbauträger in der Schweiz, Wohnbaugenossenschaften Schweiz, zeigte soich erfreut, dass nun die Entscheidung über den Rahmenkredit für den Fonds de Roulement für den gemeinnützigen Wohnungsbau ausgesprochen wurde. Gleichzeitig entschied die kleine Kammer, die Volksinitiative «Mehr bezahlbare Wohnungen» zur Ablehnung zu empfehlen. „Wohnbaugenossenschaften Schweiz bedauerte dies. Es brauche sowohl den Fonds als auch die Initiative“, so Genossenschaftsexperte Olaf Haubold.



Donnerstag, 9. Mai 2019

Züricher Umland setzt zu wenig auf Genossenschaftswohnungen

„Wir berichteten bereits, dass die Stadt Zürich im Hinblick Genosenschaftswohnen Vorreiter ist. Anders sieht dies indes im Umfeld aus“, meint Genossenschaftsberater und Genossenschaftsgründer Olaf Haubold. Eine Studie bringt jetzt indes zutage, dass verglichen mit der Stadt Zürich markant weniger genossenschaftliche und gemeinnützige Neubau-Wohnungen erstellt werden. „An der Politik kann dies nicht liegen. Diese ist seit Jahren bemüht, Genossenschaften zu fördern“, so Genossenschaftsexperte Olaf Haubold.

Dienstag, 7. Mai 2019

Erinnerung an die erste Gründung eines Genossenschaftsverbandes


Auf Initiative von Hermann Schulze-Delitzsch, der zu einer Versammlung im Juni 1859 nach Weimar die nach seiner Konzeption gegründeten Genossenschaften eingeladen hatte, gründeten 32 anwesende Vereine ihren Verband: „Central-Correspondenz-Bureau der deutschen Vorschuß- und Creditvereine.“
Zu dieser Zeit wurde noch häufig das Wort Verein gebraucht, wenn von Genossenschaften die Rede war. Es existierte ja noch kein Genossenschaftsgesetz, das hatte Hermann Schulze-Delitzsch ja erst 1867 als Abgeordneter in den preußischen Landtag eingebracht, erschienen im Preußischen Gesetz am 27.3.1867. Bis dahin waren die Vereine die gebotene Rechtsform.

Bei den „Vorschussvereinen“ handelte es sich um die Vorläufer der heutigen Volksbanken, die den Verband trugen und die es sich zur Aufgabe gemacht hatten, gegenseitige geschäftliche Beziehungen anzubahnen, den Erfahrungsaustausch zu organisieren und die Verständigung bei der Verfolgung gemeinsamer Interessen zu suchen. Schulze-Delitzsch erledigte die anfallenden Arbeiten im Büro des Verbands allein und anfangs unentgeltlich.

Wenige Jahre später, nach der Veröffentlichung des ersten Genossenschaftsgesetzes, gab es die Umbenennung des Verbands in: „Allgemeiner Verband der auf Selbsthülfe beruhenden deutschen Erwerbs- und Wirthschaftsgenossenschaften.“ Der Verband wurde von einem gewählten Geschäftsführer vertreten, der die Bezeichnung: „Anwalt der deutschen Genossenschaften“ trug. Es wurden Landes- und Provinzial- Unterverbände gegründet, deren Direktoren den „engeren Ausschuss“ bildeten. Heute würde man sagen, sie bildeten den Veraltungsrat.

Hermann Schulze-Delitzsch war der Anwalt der deutschen Genossenschaften und stand dem Büro des Verbandes bis zu seinem Tode 1883 vor. Friedrich Schenk wurde dann sein Nachfolger.     

Der Allgemeine Verband schloss sich 1920 mit dem von Karl Korthaus 1901 gegründeten „Hauptverband deutscher gewerblicher Genossenschaften“ zum neunen Verband „Deutscher Genossenschaftsverband e.V.“ zusammen. Dieser Verband vereinigte Ende 1932 schon 3.200 Mitgliedsgenossenschaften. Er war aber zu dieser Zeit nicht der größte Verband. Der von Friedrich Wilhelm Raiffeisen 1877 gegründete „Anwaltschaftsverband ländlicher Genossenschaften“ vereinigte unter seinem neuen Namen „Reichsverband der deutschen landwirtschaftlichen Genossenschaften – Raiffeisen – e.V.“ zu dieser Zeit bereits rund 35.500 Mitgliedsgenossenschaften.            

Donnerstag, 2. Mai 2019

Ein Drittel der deutschen Bevölkerung sorgt nicht vor

„Die Miete macht einen wichtigen Teil der Ausgaben von Privathaushalten aus. Noch mehr kann sie im Alter ins gewicht fallen. Hier spielen Genossenschaften mit ihren planbaren Nutzungsentgelten eine wichtige Rolle“, meint Genossenschaftsberater und Genossenschaftsgründer Olaf Haubold und bezieht sich dabei auf eine jüngste Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag des Genossenschaftsverbandes. Danach legen ein Drittel der Menschen (32 Prozent) in Deutschland überhaupt kein Geld an, weil ihnen nach eigenen Angaben die Mittel dazu fehlen. „Die Gefahr einer gesellschaftlichen Spaltung ist real“, warnte der Vorstandsvorsitzende des Genossenschaftsverbandes, Ralf W. Barkey. Dies insbesondere im Alter, wenn die Einnahmen in der Regel deutlich niedriger liegen.
„An dieser Stelle spielen Genossenschaften eine wichtige Rolle, die sorgloses Wohnen auch im Alter ermöglichen können“, so Genossenschaftsexperte Olaf Haubold.




Donnerstag, 25. April 2019

Verbraucherschutz warnt vor schwarzen Schafen

„Es ist das Ziel des Verbraucherschutzes, vor schwarzen Schafen zu warnen. Dennoch sollte man die Relationen bewahren“, erklärt Genossenschaftsberater und Genossenschaftsgründer Olaf Haubold und bezieht sich dabei auf einen Beitrag von Finanztest, der vor schwarzen Schafen bei Genossenschaften warnt. Derzeit gibt es in Deutschland 8000 eingetragene Genossenschaften. Ein Drittel von ihnen sind Wohnungsgenossenschaften bzw. Energiegenossenschaften. Viele von ihnen verfolgen weitere hehre Ziele. Doch es gibt auch Genossenschaften, die das positive Image ausnutzen und eigene Ziele verfolgen. „Allerdings führt Finanztest gerade einmal sechzig Genossenschaften in seiner Warnlilste auf. Das sollte man natürlich hinterfragen, aber nicht dramatisieren“, so Genossenschaftsexperte Olaf Haubold.

Dienstag, 23. April 2019

Erholungsgebiete als Genossenschaften

„Diese Idee ist verlockend und dürfte Schule machen“, so Genossenschaftsberater und Genossenschaftsgründer Olaf Haubold. Denn die erste Genossenschaft in Deutschland setzt sich nun dafür ein, dass Wald erhalten wird, statt ihn aus Renditegründen abzuholzen. So haben in Remscheid engagierte Bürgerinnen und Bürger 2013 eine Wald-Genossenschaft gegründet, die erste und bislang einzige dieser Art in Deutschland. Ziel ist es, den ökologisch wertvollen Wald zu erhalten. Ab 500 Euro ist man mit dabei. „Die Rendite ist bei diesem Model nachrangig. Auf eine Dividende haben die Genossenschaftler verzichtet. Mit möglichen Erträgen aus nachhaltiger Forstwirtschaft will man weiteren Wald kaufen“, so Genossenschaftsexperte Olaf Haubold.